Einzelnen Beitrag anzeigen
  #24  
Alt 23.05.2013, 19:33
Benutzerbild von Gordon666
Gordon666 Gordon666 ist offline
Agent Triple-Six
 
Registriert seit: 06.09.2009
Ort: Aachen
Beiträge: 266
Dankeschöns: 2057
Beitrag Im Wirtshaus der sechs Sinne

Es war einmal ein junger Mann, nennen wir ihn Popolus von Cornwall, der ständig seine Angebetete im bergischen Land aufsuchte. Als diese eines Tages von dort verschwand, war unser Jüngling tot traurig. Daher bat er alle seine Bekannten Augen und Ohren offen zu halten. So verstrichen einige Jahre und der junge Popolus suchte nun neue Orte auf und traf andere Frauen. In seinem Herzen jedoch war immer noch ein Platz für seine Angebetete.

Eines Tages nun ward ihm von einem Wirtshaus im Ausland berichtet worden, wo recht freizügige Damen ihr Unwesen trieben. Dort sollte seine Angebetete im Schankraum arbeiten. Daher bat er mich ihn dorthin zu begleiten. Meine Residenz lag Unweit des fremden Landes und ich hatte mich schon ein paarmal ins Ausland aufgemacht. Selbst dieses Wirtshaus hatte ich schon einmal zuvor besucht. Als ich den Hof meines Elternhauses besuchte, bat mich mein Freund ihn spontan ins Ausland zu begleiten. Meine Ortskenntnisse und meine Sprachbegabung sollten uns helfen den richtigen Weg zu finden. Also machten wir uns mit seiner Kutsche ins fremde Land auf. Gegen Mittag trafen wir dann am Wunschort ein. Kutsche und Pferde wurden gut versorgt und wir betraten die Wirtsstube der sechs Sinne. Am Eingang wurde uns ein Art Spezialkleidung überreicht, die wir doch bitte anlegen sollten. Popolus wollte gleich zu seiner Angebeteten losstürmen, aber die Empfangsdame teilte ihm mit das er sich bis zum Abend gedulden müsse. Erst zu späterer Stunde würde seine Angebetete anfangen zu arbeiten. Ich zeigte meinem Freund die unteren Räumlichkeiten mit der Bar. Wir tranken ein erstes Gläschen und dann machte ich ihn mit den weiteren Gepflogenheiten vor Ort bekannt. Im Innenhof entstand zurzeit ein größeres Becken mit Wasser. Sitz- und Liegemöbel waren am Ort verteilt und wir genossen die Mittagssonne. Freizügig gekleidete Damen nahmen ihr Mittagessen ein oder verweilten, so wie wir, nur zur Entspannung in der Sonne. Mein Freund und ich begaben uns als dann in den Verzehrraum. Nach der langen Anreise hatten wir nun auch ein Gefühl von Hunger. Nach der Speisung zeigte ich Popolus einige Entspannungsmöglichkeiten, welche aus fernen Ländern hierher gebracht wurden. So gab es zwei Schwitzräume mit heißer und sehr heißer trockener Luft. Diese Erfindung stammte aus den kalten nördlichen Ländern wo der Sommer sehr kurz und der Winter dafür umso länger ist. Es gab noch einen weiteren Schwitzraum, diesmal allerdings mit heißem Wasserdampf gefüllt. Dieser war aus dem fernen Osten hierher gebracht worden. Wir entschieden uns für den heißen Schwitzraum und trafen dort auf einen weiteren Reisenden. Wichtige Neuigkeiten, wie Wegelagerer oder andere streitbare Geister gab es allerdings nicht. Somit machte ich mir für die lange Rückreise auch keine Sorgen.

Am frühen Nachmittag lag dann eine blonde Schönheit in den Armen meines Freundes und ich suchte die Entspannung im Sonnenschein. Am Abend dann sah ich meinen Freund Popolus mit einem ausschweifenden Lächeln auf mich zukommen. Er hatte seine Angebetete wieder getroffen. Mich zog es langsam auch in die Arme einer Unbekannten. Die freizügig gekleideten Damen schienen aus aller Welt zu kommen. Einige sprachen unsere Sprache, andere die Landessprache und wieder andere schienen nur ihrer Muttersprache mächtig zu sein. Ich zog mich auf eine etwas entfernter stehende Couch zurück und wollte meine Gedanken schweifen lassen. Eine holde Maid mit Name Nikita setzte sich dann zu mir. Ich schätze ihr Alter betrug knappe 20 Lenze und sie hatte eine kurze schwarze Haarpracht. Sie war nicht zu üppig und auch nicht zu dünn, doch leider konnte ich mich mit ihr nicht unterhalten. Meine Kenntnisse in diversen Sprachen reichten nicht aus, da wir keine gemeinsame Basis fanden. An ihren ersten Küssen erkannte ich sogleich ihre noch unreife und unerfahrene Art. Dennoch ließ ich mich auf ein Techtelmechtel ein und wir fanden ein ruhiges Zimmer für uns alleine. Hier wurden mit der Zeit die Küsse ein wenig besser, aber ihr sonstiges Verhalten bestätigten meine Sorgen es mit einer unerfahrenen Liebesdienerin zu tun zu haben. So übernahm ich die Kontrolle und sah zu nicht zulange dieses Zimmer zu belegen. Die Silbertaler für diesen Liebesdienst wechselten nicht so leicht den Besitzer wie bei anderen Begegnungen dieser Art. Wer sich auf diese Maid einlässt sollte sich bewusst sein die Führungsrolle zu übernehmen und den Lehrmeister geben.

Ich traf danach meinen Freund Popolus am Ausschank an. Er nutzte jede Gelegenheit seine Angebetete in ein Gespräch zu verwickeln. Ab und an ließ er sich dazu herab auch mit mir ein paar Worte zu wechseln.

Da uns noch eine längere Heimreise bevorstand, machten wir uns noch vor der Mitternacht auf den Heimweg. Die Pferde wurden vor die Kutsche gespannt und Popolus ließ es sich nicht nehmen selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Ohne Zwischenfälle erreichten wir die heimatlichen Gefilde.

Und wenn Popolus nicht gestorben ist, reist er noch in naher Zukunft zum Schankhaus der sechs Sinne.
__________________
Sterbe mit einem Lächeln auf den Lippen und einer Frau an Deiner Seite.
Mit Zitat antworten