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  #21  
Alt 01.04.2010, 20:00
The Tiger The Tiger ist offline
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Zum Hasenfest:

Gerhard Rühm

hasen-ode

hasen in hosen
lasen in losen
assen aus dosen
sassen in sossen

grasen im grossen
rasen in rosen
blasen mit blossen
nasen in moosen

aasen in posen
gasen und tosen
vergassen zu kosen
die hasen in hosen
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Och dä raderdollste Aasch hät sing Visasch!
(§ 17 Kölsche Jrundjesetz)

https://www.youtube.com/watch?v=Lnk2DRqUoGQ
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  #22  
Alt 06.04.2010, 18:55
The Tiger The Tiger ist offline
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Von Bokkerijider stammt folgender Hinweis .... Thx Bokki ....

Wir erklären das kreative Geschreibsel des alten Udo also mal zum Poem, zumindest an der hervorgehobenen Stelle ....

Udo Lindenberg

Bunte Republik Deutschland



Egal ob Du 'n Italdieser bist,
oder 'n Italjener.
Egal, ob Du 'n fescher Deutscher bist,
oder 'n Türke, 'n schöner,
Egal, ob Chinese, ob Irokese,
ob Grieche oder Torero,
Egal, ob japanischer Sumo-Spezi
oder Fachmann für Bolero.

Egal, ob Du 'n Aficooler bist,
oder 'n Afrikaner.
Egal, ob Du 'n Indoneser bist,
oder 'n Indianer.
Ob Kapuziner, Argentiner, Franziskaner oder Franzose,
und in seiner bodenlosen Lodenhose
hingen seine Hoden lose.

Bunte Republik Deutschland,
ganze Jumbos voller Eskimos,
wie in New York City
- richtig schwer was los.
Wir steh'n am Bahnsteig und begrüßen jeden Zug,
denn graue deutsche Mäuse,
die haben wir schon genug.

Bunte Republik Deutschland...

O müsfik canavar
zihnimizin dibikara
kuyusunnda uyuyor,

bizimle digeri
arasinda telörgüden
görünmez bir cit örüyor.

Bunte Republik Deutschland...

Bunte Republik Deutschland...

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  #23  
Alt 06.04.2010, 19:53
zork
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Fragt sich, ob D´land jemals Sinn für Multikulti entwickeln wird. Ohne anständige Kolonien fehlte da einfach der notwendige Lernprozeß...sind halt alles nur "Gastarbeiter".
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  #24  
Alt 09.04.2010, 20:08
The Tiger The Tiger ist offline
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Kühle Lyrik von

Gottfried Benn. ...

Kreislauf



Der einsame Backzahn einer Dirne,
die unbekannt verstorben war,
trug eine Goldplombe.
Die übrigen waren wie auf stille Verabredung
ausgegangen.

Den schlug der Leichendiener sich heraus,
versetzte ihn und ging für tanzen.
Denn, sagte er,
nur Erde solle zur Erde werden.
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  #25  
Alt 11.04.2010, 15:08
The Tiger The Tiger ist offline
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Oslo

Zwei Stachel und eine Frau


Wir lagen im Klee ...
Am Fühlinger See ...
Ein Stachel war in ihrem Zeh.

Ich zog ihn ...
Und sie küsste mich.

Nun wollt' auch ich
von meiner Pein ...
dem Stachel mein...
erlöset sein.

Ich blickt' sie an ...
Sie sagte "Nein" ....
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  #26  
Alt 19.04.2010, 12:10
Xx_er Xx_er ist offline
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Cool casanova

Casanova – Aus meinem Leben. Kapitel 11 – Helene und Hedwig.

Es ist das Jahr 1762, Casanova befindet sich erneut in Genf. Helene und Hedwig sind Cousinen. Helene, die er eben neu kennenlernt, ist „noch nicht in die süßen Mysterien eingeweiht“, da sie „ein unüberwindliches Schamgefühl“ hat, das mehrere Männer bislang nicht brechen konnten, was Casanova zu der Erkenntnis bringt, dass er hier "geschickt und mit Zartgefühl vorgehen" muss. Hedwig kennt er bereits, sie ist Theologin und überaus gebildet, aber ebenfalls unberührt.



„Ja, göttliche Helene, ja“, sagte ich und umarmte sie; „ich liebe Sie beide in gleicher Weise; und alle diese Förmlichkeiten lassen uns nur kostbare Zeit verlieren, während der ich Ihnen meine zärtliche Glut beweisen könnte. Folgen Sie meinem Beispiel. Ich werde mich ausziehen und mich in die Mitte des Bettes legen. Kommen Sie rasch an meine beiden Seiten, und Sie werden sehen, dass ich Sie liebe, wie Sie es verdienen, geliebt zu werden. Wenn wir hier sicher sind, werde ich Ihnen solange Gesellschaft leisten, bis Sie mir sagen, ich solle gehen; aber ich bitte Sie um die Vergünstigung, dass Sie das Licht nicht löschen.“
Im Handumdrehen, während ich mit der gelehrten Theologin über die Scham philosophierte, präsentierte ich mich vor ihren Augen in der Nacktheit eines zweiten Adam. Hedwig errötete und ließ, vielleicht aus Angst, sie könne durch allzu große Zimperlichkeit in meinen Augen verlieren, die letzte schamhafte Hülle fallen; dabei zitierte sie den heiligen Clemens von Alexandrien, der behauptete, die Scham sitze nur im Hemd.
Ich rühmte laut ihre Schönheiten, die Vollkommenheit ihrer Formen, und wollte damit Helene anspornen, die sich nur langsam auszog; aber der Vorwurf falscher Scham, den ihre Cousine ihr machte, war wirkungsvoller als alle meine verschwenderischen Lobreden. Endlich zeigte sich diese Venus im Naturzustand und bedeckte recht verlegen mit einer Hand die geheimste Stelle ihrer Reize, mit der anderen eine ihrer Brüste und schien verwirrt, dass sie alles Ürige nicht verbergen konnte. Ihre verschämte Ängstlichkeit, ihr Kampf zwischen der erlöschenden Scham und der Sinnlichkeit entzückten mich.
Hedwig war größer als Helene, ihre Haut war weißer und ihre Brust doppelt so stark; aber Helene war erregter, ihre Formen waren lieblicher, und ihre Brüste glichen denen der Venus von Medici.
Allmählich fasste sie sich ein Herz und folgte dem Beispiel ihrer Cousine, und so verbrachten wir einige Augenblicke in gegenseitiger Bewunderung; dann legten wir uns zu Bett. Die Natur sprach gebieterisch, und wir wünschten nichts, als sie zufriedenzustellen. Sicherheitshalber mit einem Häubchen überzogen, dessen Zerreißen ich nicht zu fürchten brauchte, machte ich Hedwig zur Frau, und als das Opfer beendet war, sagte sie mir unter vielen Küssen, dass der Augenblick des Schmerzes nichts bedeute im Vergleich mit der Wonne.
Helene, die sechs Jahre jünger war als Hedwig, kam bald darauf an die Reihe; aber das schönste Kraushaar, das ich je gesehen habe, bereitete einige Schwierigkeiten. Sie zerteilte es mit ihren beiden Händen, und obwohl sie in die Geheimnisse der Liebe nicht ohne einen schmerzhaften Einriss eingeweiht werden konnte, seufzte sie, eifersüchtig auf den Erfolg ihrer Cousine, nur voll Glück, kam meinen Bemühungen entgegen und schien es an Zärtlichkeit und Feuer mit mir aufzunehmen. Ihre Reize und ihre Bewegungen brachten das süße Opfer rasch zu Ende, und als ich das Heiligtum verlies, sahen meine beiden Schönen, dass ich der Ruhe bedurfte.
Der Altar wurde vom Blut der Opfer gereinigt, und eine heilsame Abwaschung zu dritt folgte, bei der wir uns entzückt gegenseitig halfen. Unter ihren flinken und neugierigen Händen erwachte ich zu neuem Leben, und dieser Anblick erfüllte sie mit Freude. Ich sagte ihnen, wie sehr ich der Wiederholung meines Glückes während der ganzen Zeit bedurfte, die ich in Genf bliebe; aber sie erwiderten seufzend, das sei unmöglich.
„In fünf oder sechs Tagen können wir vielleicht ein zweites ähnliches Fest veranstalten, aber das ist alles“, sagte Hedwig. „Laden Sie uns morgen zum Abendessen in Ihren Gasthof ein; vielleicht bietet uns der Zufall Gelegenheit zu einem süßen Diebstahl.“
Ich machte mir diesen Vorschlag zu eigen.
Da ich meine Natur kannte und die Mädchen nach Belieben täuschte; erfüllte ich sie, als wir uns wieder der Liebe widmeten, mehrere Stunden lang mit höchstem Glück und wechselte fünf- oder sechsmal von der einen zur anderen, bevor ich meine Kraft verausgabte und zum Gipfelpunkt der Wonnen gelangte. Da sie gelehrig und wissbegierig waren, ließ ich sie zwischendurch die schwierigsten Stellungen des Aretiners einnehmen, was ihnen über alle Maßen Spaß machte. Wir verschwendeten unsere Küsse an alles, was wir bewunderten, und gerade als Hedwig ihre Lippen auf die Mündung der Pistole presste, ging die Ladung los und überschwemmte ihr Gesicht und ihre Brust. Sie war darüber höchst erfreut und verfolgte diese Eruption, die sie erstaunlich fand, mit dem Interesse und der Neugier eines Naturkundigen bis zum Ende. Obwohl wir nicht eine Minute verloren hatten, erschien die Nacht uns kurz; im Morgengrauen mussten wir uns trennen. Ich ließ sie im Bett und gelangte glücklich aus dem Haus, ohne von jemandem gesehen zu werden.
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  #27  
Alt 21.04.2010, 15:34
The Tiger The Tiger ist offline
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Idee

Heute vor einhundert Jahren starb Samuel Langhorne Clemens .... bekannt für seine aphoristischen Lebensweisheiten:

Zitat:
Die Wahrheit ist unser wertvollstes Gut. Laßt uns sparsam mit ihr umgehen!
Weiter mit: http://www.spruecheportal.de/mark-twain.php

Dieser Beitrag sei unserem Forenkollegen Marktwain gewidmet ... von ihm gab es heute noch ein Lebenszeichen ...
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  #28  
Alt 04.05.2010, 19:26
The Tiger The Tiger ist offline
Genitalveteran
 
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Daumen hoch

Man(n) kleidet seine unkeuschen Gedanken bisweilen in Bilder und Allegorien ... R.M. Rilke nahm ein scheinbar unverdächtiges Objekt zum Gegenstand, um den Liebesakt, jenseits seiner Banalität, lyrisch zu betrachten ... eine Meisterleistung!

Man lese genau hin ....

Römische Fontäne

Borghese


Zwei Becken, eins das andere übersteigend
aus einem alten runden Marmorrand,
und aus dem oberen Wasser leis sich neigend
zum Wasser, welches unten wartend stand,

dem leise redenden entgegenschweigend
und heimlich, gleichsam in der hohlen Hand,
ihm Himmel hinter Grün und Dunkel zeigend
wie einen unbekannten Gegenstand;

sich selber ruhig in der schönen Schale
verbreitend ohne Heimweh, Kreis aus Kreis,
nur manchmal träumerisch und tropfenweis

sich niederlassend an den Moosbehängen
zum letzten Spiegel, der sein Becken leis
von unten lächeln macht mit Übergängen.


Rainer Maria Rilke
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  #29  
Alt 14.06.2010, 20:36
The Tiger The Tiger ist offline
Genitalveteran
 
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Beiträge: 4.523
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Blinzeln "Fussballwahn" ....

Ringelnatz lässt, aus gegebenem Anlass, folgendes ausrichten:

Fussball

(nebst Abart und Ausartung)



Der Fußballwahn ist eine Krank-

Heit, aber selten, Gott sei Dank.

Ich kenne wen, der litt akut

An Fußballwahn und Fußballwut.

Sowie er einen Gegenstand

In Kugelform und ähnlich fand,

So trat er zu und stieß mit Kraft

Ihn in die bunte Nachbarschaft.

Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,

Ein Käse, Globus oder Igel,

Ein Krug, ein Schmuckwerk am Altar,

Ein Kegelball, ein Kissen war,

Und wem der Gegenstand gehörte,

Das war etwas, was ihn nicht störte.

Bald trieb er eine Schweineblase,

Bald steife Hüte durch die Straße.

Dann wieder mit geübtem Schwung

Stieß er den Fuß in Pferdedung.

Mit Schwamm und Seife trieb er Sport.

Die Lampenkuppel brach sofort.

Das Nachtgeschirr flog zielbewußt

Der Tante Berta an die Brust.

Kein Abwehrmittel wollte nützen,

Nicht Stacheldraht in Stiefelspitzen,

Noch Puffer außen angebracht.

Er siegte immer, 0 zu 8.

Und übte weiter frisch, fromm, frei

Mit Totenkopf und Straußenei.

Erschreckt durch seine wilden Stöße,

Gab man ihm nie Kartoffelklöße.

Selbst vor dem Podex und den Brüsten

Der Frau ergriff ihn ein Gelüsten,

Was er jedoch als Mann von Stand,

Aus Höflichkeit meist überwand.

Dagegen gab ein Schwartenmagen

Dem Fleischer Anlaß zum Verklagen.

Was beim Gemüsemarkt geschah,

Kommt einer Schlacht bei Leipzig nah.

Da schwirrten Äpfel, Apfelsinen

Durch Publikum wie wilde Bienen.

Da sah man Blutorangen, Zwetschen

An blassen Wangen sich zerquetschen.

Das Eigelb überzog die Leiber,

Ein Fischkorb platzte zwischen Weiber.

Kartoffeln spritzten und Citronen.

Man duckte sich vor den Melonen.

Dem Krautkopf folgten Kürbisschüsse.

Dann donnerten die Kokosnüsse.

Genug! Als alles dies getan,

Griff unser Held zum Größenwahn.

Schon schäkernd mit der U-Bootsmine

Besann er sich auf die Lawine.

Doch als pompöser Fußballstößer

Fand er die Erde noch viel größer.

Er rang mit mancherlei Problemen.

Zunächst: Wie soll man Anlauf nehmen?

Dann schiffte er von dem Balkon

Sich ein in einem Luftballon.

Und blieb von da an in der Luft,

Verschollen. Hat sich selbst verpufft. -

Ich warne euch, ihr Brüder Jahns,

Vor dem Gebrauch des Fußballwahns!
__________________
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https://www.youtube.com/watch?v=Lnk2DRqUoGQ
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  #30  
Alt 14.06.2010, 20:51
Benutzerbild von Alaska
Alaska Alaska ist offline
wieder ergraut... ;-)
 
Registriert seit: 05.06.2010
Ort: east of cologne
Beiträge: 184
Dankeschöns: 84
Standard

Frauen, ihr Engel der Erde!
Des Himmels lieblichste Schöpfung!
Ihr seid der einzige Strahl, der unser Leben erhellt.

(Alphonse de Lamartine, 1790 -1869)
__________________
Viele Pläne scheitern an der Annahme, man wüsste mehr als der Gegner...
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